Archive for the ‘CO2-Emissionen’ Tag

Studie: Die ökologischen und ökonomischen Wirkungen eines nachhaltigeren Konsums in Deutschland

Am Mittwoch war ich bei der Vorstellung der Studie „Die ökologischen und ökonomischen Wirkungen eines nachhaltigeren Konsums in Deutschland“, die von der Bildungsinitiative Mut zur Nachhaltigkeit in Auftrag gegeben wurde. Die Initiative wird von der ASKO Europa-Stiftung, der Europäischen Akademie Otzenhausen und der Stiftung Forum für Verantwortung getragen und hat es sich zum Ziel gesetzt, den wissenschaftlich gestützten Diskurs über Nachhaltigkeit mit der Zivilgesellschaft zu intensivieren. Des Weiteren wird im Rahmen der Initiative die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Nachhaltigkeit gefördert. Ein erstes Ergebnis ist die jetzt vorliegende Studie der Gesellschaft für wirtschaftliche Strukturforschung. Professor Bernd Meyer kommt mit seinem Team zu Ergebnissen, die unterstreichen, welche Bedeutung Verhaltensänderungen der Konsumenten insbesondere für die Reduzierung der CO2-Emissionen haben. Die Studie steht ab sofort und kostenlos hier zum Download bereit (PDF).

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Umwelt-Druck-Report: Ranking umweltfreundlicher Druckereien und Wissenswertes zum Thema ökologisches Drucken

Vor einiger Zeit habe ich mich schon mal über ökologische Druckereien geschrieben. Zeit es wieder zu tun. Denn das Thema ist bisher bei Agenturen wie auch Endkunden noch nicht wirklich durchgedrungen. Zusätzlich begegnen einem in letzter Zeit vermehrt Druckereien, die grün als ihre neue Hausfarbe entdecken. Auch hier gilt: Es ist nicht alles grün was in dieser Farbe erscheint! Keine Frage: Das Thema ökologisches Drucken ist komplex. druckbesser.de verspricht ein wenig Abhilfe und hat vor kurzem den Umwelt-Druck-Report herausgebracht. Auf 138 Seiten erfährt man viel Wissenswertes rund um das Thema umweltfreundliches Drucken und ein Ranking von 50 umweltfreundlichen Druckereien. Letzteres wurde zusätzlich auf der Website, die allerdings auch konventionelle Druckereien präsentiert, in Form eines Addressguides veröffentlicht. Neben den Bewertungen durch druckbesser.de (Öko-Rang) kann man hier auch seine eigenen Bewertungen abgeben.

In diesem Zusammenhang bin ich immer wieder erstaunt, dass neben konventionellen Unternehmen auch ökologische Unternehmen noch nicht konsequent bei Ökodruckereien produzieren lassen. Verstehen kann man das nicht. Wer Bedenken hat, dass die Qualität nicht stimmt, sollte sich einfach ein paar Referenzdrucksachen schicken lassen. Und die gängigen Diskussionen in Hinsicht auf den Preis kann man in den meisten Fällen auch vernachlässigen. Meine persönliche Empfehlung gilt übrigens den beiden Druckereien Print Pool und Lokay, mit denen ich bisher nur gute Erfahrungen machen durfte.

Der Umwelt-Druck-Report kann man online lesen oder als PDF downloaden (ca. 46 gedruckte MB!). Das Online-Ranking der Druckereien gibt es auf dieser Seite und meine Zusammenstellung mit Öko-Druckereien hier.

Zum Thema ökologisches Drucken gibt es von mir demnächst noch einen Beitrag für ein spannendes neues Magazin.

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Green Music Initiative – auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren Musikbranche

Die Musik- und Entertainmentindustrie ist in vielen Bereichen (wie z.B. Produktion, Distribution, Abspielen, Aufführen) ziemlich energieintensiv. So verursachte z.B. die Musikindustrie im Jahr 2007 in Großbritannien Emissionen von 540.000 Tonnen CO2. Dies entspricht den jährlichen Emissionen einer Stadt mit 54.000 Einwohnern oder dem CO2-Ausstoß von 180.000 Autos pro Jahr. (Quelle: UK Music Industry Greenhouse Gas Emissions for 2007, University of Oxford). Die deutschsprachige Musik- und Entertainmentbranche ist in Summe sogar noch größer als die britische. Dringend nötige Reduktionsstrategien werden bis jetzt noch nicht auf breiter Basis umgesetzt.
Um diese Probleme in Angriff zu nehmen wurde Ende letzten Jahres die GREEN MUSIC INITIATIVE in Berlin gegründet. Die Initiative ist eine nationale Plattform zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche.
Die Vision der GREEN MUSIC INITIATIVE ist eine zukunftsfähige Musikbranche mit Vorbildcharakter in der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Die Initiative dient dabei als nationale Plattform zur Förderung einer klimafreundlichen Musik- und Entertainment-Branche durch die Initiierung und Realisierung von gemeinsamen Aktivitäten. Ziel ist die Reduktion der CO2-Emissionen in allen Bereichen. Jährlich wird sie den Green Music Award für herausragende Leistungen für eine klimafreundliche Musik- und Entertainment-Branche verleihen. Ausgezeichnet werden hierbei Künstler, Unternehmen oder Ideen, die im Sinne einer CO2-Reduktion vorbildhafte Strategien erfolgreich umgesetzt haben.
Am 2. Juli 2009 fand in Berlin der erste Roundtable mit dem Thema „Wie grün kann die Musik werden? Perspektiven einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche“ statt. Das gesamte Programm und die Vorträge kann man sich hieransehen. Der erste Roundtable hatte zum Ziel die Initiative vorzustellen und über das weitere Vorgehen zu berichten. Die GREEN MUSIC INITIATIVE hat aus der englischen Studie „UK Music Industry Greenhouse Gas Emissions for 2007“ drei Hauptthemenfelder herausgearbeitet, die in den Fokus der Aktivitäten gerückt werden. Hauptsächlich wird es um Verbesserungen in den Bereichen 1.) „Life Cycle Emission“ von Tonträgern 2.) Energieeffizienz bei Veranstaltungen, Festivals und Clubs und 3.) den CO2-Ausstoß von Künstler-Reisen und Festivalbesuchern gehen. Dass Verbesserungen in diesen Bereichen auch direkt zu Kosteneinsparungen führen können, liegt im Grunde auf der Hand.
In Zukunft ist z.B. auch ein Leitfaden für klimafreundliche Veranstaltungen, Festivals und Clubs geplant. Das österreichische Lebensministerium hat zum Thema umwelt- und klimafreundliche Veranstaltungen bereits vor einiger Zeit einen Leitfaden auf den Weg gebracht. Zur Veröffentlichung bitte hier entlang.
Die Sendung tracks von arte hat sich übrigens auch schon dem Thema klimafreundlicher Veranstaltungen gewidmet:

green-music-initiativeDie Musik- und Entertainmentindustrie ist in vielen Bereichen (wie z.B. Produktion, Distribution, Abspielen, Aufführen) ziemlich energieintensiv. So verursachte z.B. die Musikindustrie im Jahr 2007 in Großbritannien Emissionen von 540.000 Tonnen CO2. Dies entspricht den jährlichen Emissionen einer Stadt mit 54.000 Einwohnern oder dem CO2-Ausstoß von 180.000 Autos pro Jahr. (Quelle: UK Music Industry Greenhouse Gas Emissions for 2007, University of Oxford). Die deutschsprachige Musik- und Entertainmentbranche ist in Summe sogar noch größer als die britische. Dringend nötige Reduktionsstrategien werden bis jetzt noch nicht auf breiter Basis umgesetzt.

Um diese Probleme in Angriff zu nehmen wurde Ende letzten Jahres die GREEN MUSIC INITIATIVE in Berlin gegründet. Die Initiative ist eine nationale Plattform zur Förderung einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche.

Die Vision der GREEN MUSIC INITIATIVE ist eine zukunftsfähige Musikbranche mit Vorbildcharakter in der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Die Initiative dient dabei als nationale Plattform zur Förderung einer klimafreundlichen Musik- und Entertainment-Branche durch die Initiierung und Realisierung von gemeinsamen Aktivitäten. Ziel ist die Reduktion der CO2-Emissionen in allen Bereichen. Jährlich wird sie den Green Music Award für herausragende Leistungen für eine klimafreundliche Musik- und Entertainment-Branche verleihen. Ausgezeichnet werden hierbei Künstler, Unternehmen oder Ideen, die im Sinne einer CO2-Reduktion vorbildhafte Strategien erfolgreich umgesetzt haben.

Am 2. Juli 2009 fand in Berlin der erste Roundtable mit dem Thema „Wie grün kann die Musik werden? Perspektiven einer klimaverträglichen Musik- und Entertainmentbranche“ statt. Das gesamte Programm und die Vorträge kann man sich hier ansehen. Der erste Roundtable hatte zum Ziel die Initiative vorzustellen und über das weitere Vorgehen zu berichten. Die GREEN MUSIC INITIATIVE hat aus der englischen Studie „UK Music Industry Greenhouse Gas Emissions for 2007“ drei Hauptthemenfelder herausgearbeitet, die in den Fokus der Aktivitäten gerückt werden. Hauptsächlich wird es um Verbesserungen in den Bereichen 1.) „Life Cycle Emission“ von Tonträgern 2.) Energieeffizienz bei Veranstaltungen, Festivals und Clubs und 3.) den CO2-Ausstoß von Künstler-Reisen und Festivalbesuchern gehen. Dass Verbesserungen in diesen Bereichen auch direkt zu Kosteneinsparungen führen können, liegt im Grunde auf der Hand.

In Zukunft ist z.B. auch ein Leitfaden für klimafreundliche Veranstaltungen, Festivals und Clubs geplant. Das österreichische Lebensministerium hat zum Thema umwelt- und klimafreundliche Veranstaltungen bereits vor einiger Zeit einen Leitfaden auf den Weg gebracht. Zur Veröffentlichung bitte hier entlang.

Die Sendung tracks von arte hat sich übrigens auch schon dem Thema klimafreundlicher Veranstaltungen gewidmet:

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