Erfahrungsbericht DB CarSharing

Diesen Beitrag bin ich schon etwas länger schuldig (siehe Ankündigung im Januar). Bereits Anfang des Jahres hatte ich mich für das CarSharing-Angebot der Bahn angemeldet. Letztendlich hatte ich den Vertrag dann erst im April unter Dach und Fach. Vor gut drei Wochen habe ich das CarSharing-Angebot dann das erste Mal ausprobiert. Meine ersten Erfahrungen sind durchweg positiv. Das ganze System funktioniert einfach und zuverlässig. Aber immer schön der Reihe nach:

car02Voraussetzung zur Teilnahme am CarSharing-Angebot der Bahn ist natürlich ein Vertrag. Diesen kann man wahlweise als Person oder als Firma abschließen. Auf den Antrag hin wird eine Bonitätsprüfung veranlasst und man muss ggf. eine Kaution hinterlegen. Da das Angebot der Bahn noch nicht so lange existiert schien es Anfangs noch Probleme in der Kommunikation genau diesen Punktes gegeben zu haben. Ich zumindest war erstmal überrascht, als ich eine Kaution zahlen sollte, da dies bisher weder im Vertrag noch in den AGBs oder auf der Website stand. Nach dem anfänglichen hin und her bekam ich dann meine persönliche CarSharing Karte zugeschickt, die gleichzeitig als Schlüssel zu den Fahrzeugen dient. Der richtige Schlüssel hängt dann im Handschuhfach.

car01

Ein Fahrzeuge bestellen kann man entweder über die Website oder telefonisch. Bei der Online-Variante sieht man direkt welche Fahrzeuge verfügbar sind. Abgerechnet wird pro Stunde und zusätzlich werden die gefahrenen Kilometer (in meinem Fall 0,13 € pro Kilometer) in Rechnung gestellt. Je nach Fahrzeugtyp und Tageszeit variieren die Preise.

Ein Beispiel: Kundentermin etwas außerhalb der Stadt und mit öffentlichen Verkehrsmittel schlecht zu erreichen. 15 Minuten Anfahrt, 1 1/2 Stunden Termin und 15 Minuten Rückfahrt. 2 Stunden kosten tagsüber mit einem Kleinwagen (z.B. Alfa Romeo Mito) 9,80 € zzgl. der gefahrenen Kilometer.

Das CarSharing-Modell rechnet sich sicherlich nicht für jeden. Wer sein Auto oft braucht ist mit einem eigenen Wagen sicherlich besser beraten. Wer aber nur ab und zu einen Wagen braucht, für den kann CarSharing einer echte Alternative darstellen. Für mich war auch interessant, dass keine monatlichen Kosten anfallen, wenn man mal keinen Wagen gebucht hat. Des Weiteren ist das Angebot der Bahn interessant, da man Zugreisen mit CarSharing gut kombinieren kann. In allen größeren deutschen Städten (und ein paar schweizer Städten) gibt es die Fahrzeuge in direkter Nähe der Bahnhöfe.

db_karte

In Zusammenhang mit CarSharing finde ich auch das Ulmer Modell car2go recht spannend. Weitere Infos zu diesem Konzept, das noch einen Schritt weiter geht, gibt es auf der Website von car2go oder in diesem Artikel von Spiegel Online. Wenn die Smarts dann noch Elektro-Smarts wären würde ich zwar nicht gleich nach Ulm, dafür aber meinen Hut ziehen.

Wer einen Vergleich verschiedener CarSharing-Anbieter sucht kann auch den dazu passenden Artikel von Stiftung Warentest lesen.

Bildquelle: dbcarsharing.de

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6 comments so far

  1. Gerrit Jessen on

    Schon lange überlege ich für mich auch das CarSharing zu nutzen. Danke für diese unterstützenden Informationen und die Bemühungen diese hier zusammenzutragen

  2. Dennis on

    Danke für den schönen Bericht.
    Ich denke ich werde das jetzt auch mal in Angriff nehmen!!

  3. Hans-H. on

    Ich wohne im außereuropäischen Ausland und nutze das Angebot seit 5 Jahren. Lange Strecken fahre ich mit der Bahn und dem „German Railpass“ und kurze mit dem Taxi bzw. bei mittellangen Strecken (20-30km)mit einem Carsharing-Fahrzeug der DB Carsharing.
    Gut für mich ist, dass es keine monatlichen Grundgebühren gibt. Sonst wäre ich wohl nicht dabei.
    Mietwagen nutze ich nur noch, wenn ich mehrere Personen bei mir habe.

  4. Echt dreist on

    und wieviel zahlt die DB für so nen Blogeintrag?

    • Sebastian Backhaus on

      Hallo Anna,

      die Bahn hat für meinen Beitrag nichts gezahlt. Ich habe weder für den Artikel Geld gesehen noch in anderer Form etwas dafür erhalten. Es ging mir darum meine Erfahrungen mit dem Thema CarSharing meinen Lesern zugänglich zu machen. Übrigens habe ich bisher noch nie einen bezahlten Artikel gepostet, denn davon halte ich nichts. Mehr dazu findest Du auch in meinem Eintrag hier. Bei weiteren Fragen: einfach freundlich fragen. Grüße, Sebastian

  5. Dieter Netter on

    Meinen Glückwunsch zum gelungenen Beitrag. Sehr gelungen und verständlich, was nicht sebstverständlich ist.
    Hier ein Hinweis auf eine Alternative zum DB CarSharing.
    Die Stadtmobil-Gruppe und Cambio-CarSharing bieten ihren Kunden zwar nur 1800 Fahrzeuge in 70 Städten an, aber das zu erheblich günstigeren Preisen. Bei Stadtmobil Rhein-Neckar beispielsweise zahlt man für die zwei Stunden mit dem Kleinwagen gerade mal einen Zeitpreis von 3,40 Euro. Für einen Kilometer zahlt man derzeit 0,24 EUR. In den Städten, in denen Stadtmobil ein Angebot macht, gibt es in den allermeisten Fällen ein sehr gutes Angebot und nicht nur drei, vier oder 5 Fahrzeuge. Aber für Menschen, die oft in unterschiedlichen Städten zu tun haben und mit der Bahn unterwegs sind ist DB CarSharing eine gute Alternative oder Ergänzung.
    Beim Bundesverband CarSharing http://www.carsharing.de erfährt man, in welchen Städten es ein Carsharing-Angebot gibt.
    Auf der Seite von EcoTopTen http://www.ecotopten.de/prod_mobil_carshare_prod.php erfährt man mehr zu den Kriterien, die unter Verbraucher- und Umweltgesichtspunkten zu berücksichtigen sind.


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