Archiv für die Kategorie ‘Web-Trends’
Weihnachtsgeschenke für Kunden und Geschäftspartner
Im Oktober steht man ja meistens relativ ungläubig im Supermarkt, wenn man die ersten Weihnachtsartikel zu Gesicht bekommt. Bei der Planung der Weihnachtsgeschenke von Unternehmen sieht das Ganze etwas anders aus. Hier braucht es genügend Vorlauf. Und da ist der Oktober schon ein realistischer Zeitpunkt, um mit der Planung anzufangen. Aber was kann man seinen Kunden und Geschäftspartnern als Unternehmer zu Weihnachten schenken – ohne Sondermüll zu produzieren, der vom Empfänger kaum wahrgenommen und danach direkt weggeschmissen wird? Schluss mit Schlüsselanhängern, Nussknackern und USB-Sticks!

Hier eine paar Ideen mit der Bitte um Ergänzung.
- Einen Baum verschenken! Zum Beispiel bei I plant a tree.
- Einen Monat Trinkwasser für 100 Menschen verschenken. Zum Beispiel bei Oxfam unverpackt.
- Recycling- oder Upcycling-Produkte verschenken. Zum Beispiel bei Lilli Green oder Lockengelöt.
- Geld spenden und zeige wohin es geflossen ist. Zum Beispiel bei wikando, Helpedia oder betterplace.
- Frei nach dem Guerilla-Gardening Prinzip könnte man seinem Kunden auch selbst einen Baum auf einer unschönen Fläche vor der Firma oder in der Nähe der Firma pflanzen. Kommt um die Weihnachtszeit natürlich etwas auf die Verfassung des Winters an. Wenns geklappt hat einfach eine Karte oder Mail mit der guten Nachricht an den Kunden.
- Weihnachtskarten verschicken, die gleichzeitig eine Spende sind. Zum Beispiel bei UNICEF.
- Eine Jute-Tache mit individuellem Druck verschenken. Zum Beispiel bei Encode Fashion.
- Selbst gestaltete Weihnachtskarten verschicken. Dann aber bitte bei einer Ökodruckerei produziert.
Wer nicht selbst entscheiden kann was den Kunden seines Unternehmens zu Weihnachten geschenkt wird, sollte einfach mal höflich bei seinem Arbeitgeber anklopfen und fragen, ob er sich dieses Jahr nicht mal aus dem Einheitsbrei abheben will.
Was fällt Euch noch ein?
24. Oktober 2009: Weltweiter Klima-Aktionstag
Samstag – 24. Oktober 2009 – ist weltweiter Klima-Aktionstag! In 172 Ländern finden knapp 4.500 Veranstaltungen statt. Es wird DIE größte Demonstration in der Geschichte unseres Planeten.
Um die Verantwortlichen Politiker auf den Klimawandel und die Kopenhagener Klimakonferenz aufmerksam zu machen finden an diesem Tag vielfältige Aktionen statt: Demonstrationen, Bergsteiger auf Bergspitzen mit Transparenten, Demonstrationen unter Wasser auf Insel-Staaten, die vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind, Kirchen, Moscheen, Synagogen und Aschrams beteiligen sich mit symbolischen Aktionen, berühmte Sportler organisieren Riesenfahrradtouren und aberhunderte von Events finden in Gemeinschaften statt.
Jeder Event wird die Zahl 350 hervorheben und Menschen werden sich für ein Gruppenfoto versammeln, um die wichtige Botschaft festzuhalten. 350.org wird die ganzen Fotos zu einer riesigen, weltweiten, visuellen Petition zusammenstellen. Warum eigentlich 350? 350 als neue wichtigste Zahl des Planeten steht für 350 Teile Kohlendioxid in der Atmosphäre. Das ist das Niveau, auf dem der Klimawandel noch zu kontrollieren wäre. Die Zahl stammt von James Hansen von der Nasa, wird aber inzwischen auch von Rajendra Pachauri, IPCC-Chef unterstützt.
Schaut Euch auf der Aktionskarte von 350.org um, was für Aktionen in Eurer Stadt geplant sind – und macht mit!
In Berlin gibt es übrigens sehr spannende Aktionen:
Carrotmob Berlin: Der inzwischen zweite Carrotmob in Berlin findet von 10.00 bis 22.00 Uhr statt. Location: eve & adam´s in der Rosa-Luxemburg-Straße 24-26.
Silent Climate Parade mit Dr. Motte: 350 Teilnehmer, DJs Dr. Motte und Dirty Döring (bar 25) ziehen mit Funkköpfhörern leise, irritierend, flash-mobbend, tanzend am Welt Klima Aktionstag (24.10.) durch Berlin.
Wir saufen ab! Die Klimawandel-Afterparty ab 23 Uhr in der Möbelfabrik, Brunnenstraße 10, Berlin-Mitte
Weitere Termine natürlich auch bei 350.org und für die Berliner im Blog bei Daniel Kruse.
Modell Deutschland: WWF präsentiert Studie mit Klimaschutzprogramm bis 2050 und Aktion Klimavisionäre
Der WWF Deutschland hat gestern (am 15. Oktober 2009) eine umfangreiche Studie herausgebracht, bei der technisch mögliche sowie wirtschaftlich bezahlbare Wege in eine kohlenstoffarme Zukunft benannt und die notwendigen politischen Maßnahmen aufgezeigt werden. „Modell Deutschland – Klimaschutz bis 2050. Vom Ziel her denken“ zeigt dabei detaillierte Lösungen in den Bereichen Mobilität, Gebäude, Industrie, Elektrogeräte, Stromerzeugung und Landwirtschaft.
Die Kurzfassung der Studie gibt es hier als PDF und die Kernaussagen hier als PDF.
Unter dem Motto „Klimaschutz anpacken!“ ruft der WWF Deutschland zusätzlich jeden einzelnen auf, seinen Beitrag – z.B. in Form eines Videos – einzureichen. Die Fragen liegen auf der Hand: Was ist Deine Vision von einer klimafreundlichen Zukunft? Wie glaubst Du, wird unser Alltag im Jahr 2050 aussehen, ohne dass wir täglich Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase produzieren? Was sind Deine Botschaften an die deutsche Politik für den neuen Klimavertrag in Kopenhagen?
Und so kann man mitmachen:
- Dreh einen Film, schieß Fotos, twitter und blogge.
- Schreibe eine Botschaft in das Forum des WWF.
- Rufen an und spreche auf das Klimavisionärs-Band. Tel.: +49 30 30874246
- Verweise auf die Aktion „Klimaschutz anpacken!“ bei Facebook und in anderen Netzwerken.
Weitere Infos zu dieser Aktion und den Gewinnen gibt es hier.
fairix: Marktplatz für Anbieter nachhaltiger Produkte
fairix ist ein neuer Marktplatz für Anbieter nachhaltiger Produkte. Das Produktangebot ist breit aufgestellt: Von Elektronik über Kosmetik bis hin zu Möbeln oder dem Windrad für denGarten gibt es alles was das Herz begehrt. Ob Bio oder Fairtrade, ob sweatshop-free oder umweltschonend: Angeboten werden nur Produkte, die über einen klar erkennbaren ethischen Mehrwert verfügen und deren Hersteller eine Firmenphilosophie hat, die sich klar zu Nachhaltigkeit bekennt. Es gilt der Grundsatz: Fair zum Menschen und fair zur Umwelt.
Die fairix oHG wurde nach einem Jahr der Vorarbeit im Januar 2008 gegründet. Neben den Gründern Frederik Landshöft und Kevin Droßard gehören mittlerweile auch Till Breuer, Philipp Legge, Thomas Hauswaldt und Meison Amer zum Team von fairix. Gemeinsam wurde ein Marktplatz geschaffen, der den besonderen Ansprüchen bewusster Konsumenten entsprechen soll. Kunden können händlerübergreifend einkaufen und zentral über fairix.de bezahlen.
Neben dem Marktplatz gibt es auch die fairix „Umschau„. Hier werden Nachrichten und Infos von NGOs, Magazinen und Blogs präsentiert. Es freut mich, dass auch die Inhalte meines Blogs in die Umschau einfließen. Sämtliche Artikel werden auf der Umschau-Seite angeteasert. Bei Interesse können die Besucher den kompletten Eintrag auf dem ursprünglichen Medium lesen.
Stöckchenwurf: Weshalb trage ich grüne Mode?
Ausgegangen von Dagmar Reichert von hessnatur, mit Zwischenstation bei Horst Klier vom Blog Leben ohne Diät hat mir Michael Wenzl aka Farmblogger das Stöckchen mit dem Thema „Weshalb trägst Du grüne Mode?“ zugeworfen.
Eins vorab: Mein Kleiderschrank besteht nicht nur aus grüner Mode. Bei der Mode verhält es sich bei mir ähnlich zu Lebensmitteln und Kosmetika. Es ist ein Umstellungsprozess. Zum einen im Kopf und zum anderen in Hinsicht auf Geschmack und der Verfügbarkeit der Produkte.
Meine ersten Kleidungsstücke, die ich als „grüne Mode“ bezeichnen würde, waren zwei T-Shirts von ThokkThokk, die ich heute immer noch trage. Danach kamen weitere T-Shirts, ein paar Pullis, Shorts, Socken und ein Paar Schuhe von VEJA hinzu.
Warum ich grüne Mode kaufe? Weil ökologisch angebaute, produzierte und fair gehandelte Kleidung mein Gewissen beruhigt. Weil ich bei dem Gedanken an mit Pestiziden verseuchte Baumwolle und unmenschliche Arbeitsbedingungen einen regelrechten Anfall bekomme. Weil ich mir nicht jede Woche mehrere billige Teile kaufen muss sondern lieber etwas warte um mir ein anständiges Teil zu kaufen. Weil die grüne Mode, die ich mir bisher gekauft habe ohne Ausnahme eine exzellente Qualität hatte. Weil ich weiß, dass mein Geld Einfluss hat und weil ich eben aus diesem Grund genau die Firmen unterstützen möchte, die das Richtige tun. Um es auf den Punkt zu bringen: Grüne Mode ist gut für mich, gut für die Menschen, die sie produzieren und gut für die Umwelt.
Die Verfügbarkeit grüner Mode ist für mich allerdings immer noch ein Problem. Nicht unbedingt im Internet, wo sich inzwischen eine ganze Reihe gut gemachter Online-Shops tummelt (siehe hierzu auch meine Liste mit Eco Fashion Online-Shops). Trotzdem kann und will ja auch nicht immer nur online einkaufen.
Abgesehen von Berlin und den echten Großstädten gibt es in Deutschland (noch) sehr wenige Geschäfte, die ausschließlich grüne Mode verkaufen (hiermit sind Geschäfte gemeint, die eher junge, trendige grüne Mode anbieten). Und in Geschäften, die neben konventioneller Ware auch grüne Mode verkaufen, ist diese oftmals schlecht bis gar nicht gekennzeichnet. Mehrfach musste ich auch erleben, dass den Veräufer/innen das Know-How zu diesen Produkten fehlt. Umso erfreulicher, dass in letzter Zeit immer mehr Geschäfte mit grüner Mode eröffnet wurden. Gerade in Berlin hat sich in den letzten Monaten viel getan.
Grüne Mode bedeutet für mich übrigens biologisch angebaute, produzierte und fair gehandelte Kleidung. Den Beschäftigten in der Bekleidungsinsdustrie ist sicherlich auch schon durch den ökologischen Anbau der Rohstoffe geholfen, da hierbei auf giftige Pestizide und andere schädliche Stoffe verzichtet wird. Wirklich rund wird die Sache aber erst, wenn alle in der Wertschöpfungskette beteiligten auch gerecht behandelt und entlohnt werden.
Ich hoffe mein Stöckchen ist nicht geknickt wenn ich es breche und daraus zwei mache. Und da ich gerade in Berlin bin haben es die Stöckchen nicht weit, wenn ich sie 1. zu den Nachhall Textern und 2. zu Leopold Brötzmann werfe.
PS: Eine Auflistung der Beiträge zu diesem Thema wird es wohl demnächst im Blog von Hess Natur geben.
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